ARA-Ruhrgebiet

Informationen zum 400 km Brevet „Mit dem Rad zum Ring”

 

Samstag, 18. Mai 2024 um 20.00 Uhr
Bäckerei Büsch bei Edeka Diekmann
Porthofplatz, 45239 Essen-Werden

Am Samstag findet unser 400 km Brevet statt. Der Start ist um 20.00 Uhr. Die Anmeldung ist bis 19.45 Uhr offen. Wir treffen uns ab 19.00 Uhr in der Bäckerei Büsch beim Edeka Diekmann in Essen-Werden. Hier können wir in Ruhe einen Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen. Die wichtigsten Informationen zur Strecke und zum Ablauf findet Ihr in dieser Mail. Bitte aufmerksam durchlesen!

Wir starten in die Nacht, denkt also bitte alle daran, ausreichend Licht und eine Leuchtweste mitzunehmen.

Vor dem Start

Zur Anmeldung erwarten wir Euch von 19.00 – 19.45 Uhr vor der Bäckerei Büsch bei Edeka Diekmann, B224, Velberterstraße 4, 200 m oberhalb des Start-Parkplatzes. Auch Teilnehmer:innen, die die ebrevet-Version gewählt haben, müssen sich in die Startliste eintragen. Bringt bitte den ausgedruckten und unterschriebenen Haftungsausschluss mit.

Start ist um 20.00 Uhr auf dem Parkplatz Porthofplatz, an der B224/Brückstraße. Bitte hier nicht parken, der Parkplatz ist für Anwohner und Gäste einer Pizzeria reserviert!

Eigentlich selbstverständlich, trotzdem die Bitte, dass wir uns korrekt verhalten, nicht die Rabatten als Toilette benutzen. In Werden ist am Wochenende Kirmes (Parkplatz Platz Werdener Feintuchwerke) und entsprechend viel Publikumsverkehr. Wir möchten diesen Startort gerne weiter nutzen dürfen. Toiletten gibt es im Eingangsbereich des Edeka direkt auf der linken Seite.

Der Start erfolgt in Gruppen à 30 Fahrer:innen im Abstand von 5 Minuten. Es gibt keine Einteilung in Gruppen unsererseits. Wer zusammen fahren möchte stellt sich zusammen auf.

Auf www.ebrevet.de wird das Brevet pünktlich zum Start freigeschaltet, damit Ihr rechtzeitig das Startfoto hochladen könnt. Bitte registriert Euch unbedingt vorher mit der E-Mailadresse, die Ihr auch für die Anmeldung bei uns benutzt habt und prüft vor dem Brevet, ob es unter „Auswahl” erscheint, wenn Ihr Euch in der digitalen Brevetkarte einloggt. Sonst gebt uns bitte kurz Bescheid. Prüft bitte auch, dass Ihr die Standortfreigabe im von ebrevet genutzten Browser aktiviert habt!

Denkt bitte daran, Euch am Start und an den Kontrollen höflich und anständig zu benehmen, damit wir auch nächstes Jahr dort vorbeikommen können! Randonneure sind freundliche und höfliche Menschen: etwas Geduld, ein freundliches „Bitte“ und „Danke“ hat noch niemandem geschadet.

Parken und Anreise

Durch die Kirmes und ein Open-Air Festival (im „Löwental“) wird die Parkplatzsituation in Werden schwierig sein. Der sonst genutzte Parkplatz Werdener Feintuchwerke steht nicht zur Verfügung. Wir empfehlen den großen Parkplatz oberhalb vom Haus Scheppen am Baldeneysee (Adresse fürs Navi: Pörtingsiepen 119, 45239 Essen). Von hier aus sind es mit dem Rad knapp drei Kilometer zum Start (via Maasstraße).
Für Bahnfahrende: Leider fällt die S6 baustellenbedingt aus Düsseldorfer Richtung noch für die kommenden zwei Jahre aus, bitte auf andere Linien/Bahnhöfe ausweichen.

Kontrollen

Alle Kontrollen sind als Wegpunkte in den gpx-Dateien hinterlegt und detailliert im auf ebrevet.de angegeben. Am besten prägt ihr euch die Kontrollen schon vor dem Start gut ein, dann besteht keine Gefahr, eine Kontrolle versehentlich zu verpassen. Wer mit Papierbrevetkarte fährt, hat freie Kontrollen im Umkreis vom 500 m, wenn nicht anders angegeben.

Kontrolle 1: km 104 – Hennef
OIL-Tankstelle, Frankfurter Str. 150, 53773 Hennef (Sieg)
Stempel für Nutzer der Papierkarte bzw. Selfie vor der Tankstelle für ebrevet-Nutzer

Kontrolle 2: km 163 – Neuwied
Shell- oder ARAL-Tankstelle, Berggärtenstraße, 56564 Neuwied
Stempel für Nutzer der Papierkarte bzw. Selfie vor der Tankstelle für ebrevet-Nutzer

Kontrolle 3: km 224 – Nürburgring
Kreisverkehr B258/L94
Stempel in einem der Hotels für Nutzer der Papierkarte bzw. Selfie am Nürburgring für ebrevet-Nutzer
Ist kein Stempel erhältlich: Selfie per Signal oder WhatsApp an 01577 – 439 1414 oder nach dem Brevet per Mail an info@ara-ruhrgebiet.de

Kontrolle 4: km 272 – Rheinbach
Pützstraße 11, 53359 Rheinbach
Stempel im Ort für Nutzer der Papierkarte bzw. Selfie vor dem Teilstück der Eifelwasserleitung (auf Grünfläche vor der Postbank) für ebrevet-Nutzer

Kontrolle 5: km 348 – Kapellen
Shell-Tankstelle, Talstraße 10, 41516 Grevenbroich
Stempel für Nutzer der Papierkarte bzw. Selfie vor der Tankstelle für ebrevet-Nutzer

Ziel: km 402 – Essen
Attika-Grill Essen-Werden, Bungertstraße 10, 45239 Essen

Haltet euch bitte an den vorgegebenen Track, weil eure Fahrt im Falle einer verpassten Kontrolle nicht homologiert werden kann. Geheimkontrollen können jederzeit durchgeführt werden.

Alle Kontrollen müssen eindeutig belegt werden. Bei Verwendung der Papierbrevetkarte ist das ein Stempel mit Uhrzeit und einer Unterschrift (bzw. ein Kontrollfoto für die Kontrolle am Nürburgring). Nur in absoluten Ausnahmen kann der Stempel durch eine Quittung o.ä. ersetzt werden.

Bei der elektronischen Brevetkarte macht man an der Kontrolle am besten zuerst ein Selfie vor den oben genannten Hintergrundmotiven.

Dann muss an jeder Kontrolle:
1. die Position verifiziert werden,
2. ein Foto (Selfie) ausgewählt werden und
3. das Foto hochgeladen werden.

Durch diese Vorgehensweise ist das Foto auf dem Gerätespeicher deines Handys abgelegt und kann, bei technischen Problemen, noch nachträglich hochgeladen und als Nachweis verwendet werden. Im Ziel den Button „Brevet abschließen“ nicht vergessen.
Bitte im Zweifel ein zusätzliches Foto machen und auf dem Handy speichern. Das kann dann in Problemfällen nachgereicht werden.
Auf ebrevet.de kannst du unter dem Menüpunkt „Test“ schon vor dem Brevet einen Funktionstest für die Positionsermittlung und den Fotoupload durchführen.
Bei Android-Geräten kann an mehreren Stellen die Genauigkeit der GPS-Erfassung eingestellt werden. Bitte alles auf die möglichst genaueste Einstellung bringen.
IPhone-Nutzer müssen vor der ersten Benutzung die Berechtigungen vergeben, ohne die Safari nicht auf die Position des Gerätes und die Fotos zugreifen kann.

Auf www.ebrevet.de wird das Brevet pünktlich zum Start freigeschaltet, damit ihr rechtzeitig das Startfoto hochladen könnt. Bitte registriert euch unbedingt vorher mit der Mailadresse, die ihr auch für die Anmeldung bei uns benutzt habt und prüft vor dem Brevet, ob es unter „Auswahl” erscheint, wenn ihr euch in der digitalen Brevetkarte einloggt. Sonst gebt uns bitte kurz Bescheid.

Im Falle eines Abbruchs bitte eine kurze SMS mit Namen an 01577 – 439 1414  oder die „Brevet-Abbrechen“-Funktion in der elektronischen Brevetkarte verwenden.

Was bietet die Strecke?

Nach der Probefahrt lässt sich sagen: euch erwartet eine sehr anspruchsvolle Strecke mit etwa 3800 Höhenmetern, die außerdem deutlich ungleichmäßig auf den 400 km verteilt sind. Zudem wird es mit 10% und mehr immer wieder sehr steil und kurvig — sowohl hoch, als auch runter.
Trotz allem: besonders der Teil durch die Eifel ist wunderschön. Wer sich die Zeit so einteilt, dass dieser Abschnitt früh morgens mit beginnendem Tageslicht durchquert wird, wird dies zu schätzen wissen.

Wir fahren unmittelbar raus aus Werden und sind ruck zuck im Bergischen Land, das vor allem bis Wuppertal seinem Namen alle Ehre macht und so haben wir nach 25 Kilometern schon reichlich Höhenmeter auf der Uhr. Endlich können wir dafür das Felderbachtal nutzen, das in den vergangenen zwei Jahren nach dem Hochwasser 2021 gesperrt war. Wuppertal selbst ist abseits der Nordbahntrasse nach wie vor kein Juwel des Radverkehrs, wir nehmen wieder die kurz&schmerzlos-Variante unter Vermeidung von allzu vielen Ampeln. Erst ab Lennep wird das Profil etwas harmloser und wir kommen unter Ausnutzung von Bach- und Flusstälern — mittlerweile im Dunkeln — gut voran. Das Sträßchen aus dem Sülztal hoch nach Leffelsend tut bei gut zweistelligen Prozenten erstmals etwas weh, ist mittlerweile aber nagelneu asphaltiert. Das Stück auf der Hauptstraße durch Lohmar/Siegburg bekommt keinen Schönheitspreis, spät abends sollte der Verkehr aber erträglich sein, zudem gibt es einen brauchbaren Radweg.

In Hennef können wir uns an der 24-h-Tankstelle stärken, bevor wir uns in den Westerwald aufmachen: hier wählen wir die leichteste Querung, via Hanfbachtal und Wiedtal. Besonders auf der steilen Abfahrt runter zur Wied ist im Dunkeln aber Vorsicht geboten: die Straße ist schmal und kurvig! Durch das Wiedtal rollen wir dann entspannt auf leider eher mäßigem Asphalt zur nächsten Kontrolle in Neuwied. Bevor wir den Rhein queren und hinter Andernach so richtig in die Eifel eintauchen, sollten wir uns hier noch einmal stärken.

Auf den kommenden Kilometern geht es fast ständig auf und ab, hier kommt geballt ein Großteil der Höhenmeter der Runde. Am Laacher See, dem größten See in Rheinland-Pfalz und gleichzeitig der einzigen wassergefüllten Caldera in Mitteleuropa, freuen wir uns über die ersten Anzeichen der Morgendämmerung. Vor etwa 13.000 Jahren war hier richtig was los: bei dem letzten Vulkanausbruch wurde die ganze Gegend, bis hin nach Köln, meterdick mit Asche und Bimsstein bedeckt. Zudem wurde durch den Auswurf der Rhein bei Andernach komplett verstopft und aufgestaut, was sich dann in einer großen Flutwelle entladen hat. Heute früh am morgen ist es dagegen ganz friedlich, selbst die sonst so zahlreichen Touristen sind noch nicht da.

Ein Stück weiter fahren wir durch das malerische Nettetal, das wir über den zweiten brutalen Anstieg über die Serpentinen hoch nach Langenfeld verlassen. Hier beginnt die Achterbahnfahrt über kleinste Sträßchen durch die Eifeldörfer südöstlich des Nürburgrings. Irgendwann erhaschen wir einen ersten Blick auf die Nürburg und wir wissen, bald ist das Schlimmste geschafft. Nach dem obligatorischen Kontrollfoto am großen Kreisverkehr vor dem Nürburgring, machen wir uns auf den Weg nach Adenau, wo die Chancen für einen frühmorgendlichen Bäckereibesuch nicht schlecht stehen. Die Abfahrt nehmen wir nicht über die Bundesstraße, stattdessen biegen wir über einen rumpeligen Nebenweg ab, müssen nochmal 50 Meter hoch, haben dann aber ein wunderbares Sträßchen mit schönen Aussichten über die Eifellandschaft vor uns.

Von Adenau runter ins Ahrtal entscheiden wir uns je nach Tageszeit, Verkehr und persönlichen Vorlieben zwischen Bundesstraße und dem grob parallel verlaufenden Radweg. Im Ahrtal sind nach wie vor überall die Nachwirkungen der großen Flut 2021 zu sehen: viele Häuser sind komplett neu gemacht, andere weisen noch deutliche Spuren auf, wieder andere fehlen komplett. Dazu viele Brachflächen, Schutthaufen usw. Der Radweg ist aber komplett neu asphaltiert und wir rollen mit gemischten Gefühlen durch die wunderschöne Landschaft am Flüsschen entlang.

Der Anstieg raus aus dem Ahrtal nach Krälingen ist nochmal ein Highlight: schöne Serpentinen, sehr gleichmäßig, nicht zu steil, erst durch den Wald, dann über schöne Wiesenlandschaften. Erst Richtung Rheinbach nimmt der Verkehr etwas zu und wir wissen, wir sind jetzt raus aus der Eifel zurück in der Rheinebene, die uns im Prinzip bis zum Schluss begleitet.

In Rheinbach ist die Fotokontrolle an einem Stück der alten Eifelwasserleitung der Römer, mit der vor fast 2000 Jahren frisches Wasser aus der Eifel nach Köln transportiert wurde. Danach sind die Hügel endgültig vorbei, die Landschaft wird monoton, wir fahren durch die Braunkohle vorbei an vielen Kraftwerken Richtung Norden. Je nach Vorliebe (und Windrichtung) wird man das genießen oder verfluchen. Letztes kleines Highlight ist die Raketenstation Hombroich: früher waren hier Nike-Hercules-Raketen samt Atomsprengköpfen stationiert, heute wird Kunst ausgestellt. Neuss ist nervig wie immer, aber nur kurz, dann fahren wir über die Flughafenbrücke im Düsseldorfer Norden über den Rhein und bald sind wir zurück am Start an der Ruhr in Werden.

Versorgungslage

In der Nacht sind wir mit den beiden 24-h-Tankstellen in Hennef und Neuwied gut versorgt. Die Etappen dazwischen sollten wir jedoch autark zurücklegen können. Etwas dünn könnte es vor allem für die schnellen Jungs und Mädels nach der Rheinquerung in der Eifel werden: hier sieht es in der Nacht dünn aus und auch morgens ist hier nicht viel los. Der erste Bäcker macht um 6 Uhr in Adenau auf (leicht neben der Strecke, nach der Abfahrt vom Nürburgring rechts statt links auf die B257, nach 100 m rechts, keine Toiletten aber sehr freundlich), dann um 6 Uhr in Pützfeld beim Abbiegen von der Bundesstraße auf den Radweg (etwas versteckt im Gewerbegebiet Pützfeld, vor dem Abzweig 30 m geradeaus, dann auf der rechten Seite). Ansonsten kommt man hinter Rheinbach unmittelbar an dem Rasthof Peppenhoven Ost vorbei (hier aber bitte das Radfahrverbot beachten!).

Sonstiges

Bei der Probefahrt sind wir auf drei Baustellen gestoßen, bei der die Durchfahrt für Radfahrer verboten ist. Hier bitte absteigen und das kurze Stück schieben.
Zudem ist die Eifel dafür bekannt, dass die Temperaturen früh morgens in den Tälern deutlich unter den vorhergesagten Temperaturen liegen können. Bei uns waren es 3°C statt 10°C. Im Zweifel also lieber eine zusätzliche Kleidungsschicht mitnehmen.

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